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Feiertags-Bäume

Die kirchlichen und gesetzlichen Fest- und Feiertage in Europa haben meist tief liegende, in vor-christlicher Zeit gründende Wurzeln. Christliche Feiertage wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten sind in Zeiträumen terminiert, die denen heidnischer Baum-, Vegetations-, Fruchtbarkeits- und Mysterienkulte entsprechen. Diese waren häufig auf für die jahreszeitlichen Zyklen prägende Daten ausgerichtet:

Frühlingsanfang
(Frühlings- Tag- und Nachtgleiche, um den 21. März)
Sommeranfang
(Sommersonnenwende, längster Tag des Jahres, um den 21. Juni)
Herbstanfang
(Herbst- Tag- und Nachtgleiche, um den 23. September)
Winteranfang
(Wintersonnenwende, kürzester Tag des Jahres, am 21. Dezember).

Auffallend ist die Häufigkeit christlicher Feiertage im Zeitraum März bis Juni (Palmsonntag (katholisch), Ostern, Weißer Sonntag (katholisch), Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Fronleichnam (katholisch). Es ist dies der Zeitraum des Wiedererwachens der Natur, des Aufblühens, Sprießens und Knospens, dem zu allen Zeiten besondere Aufmerksamkeit in Form von Festen, Feiern u. Ritualen zuteil wurde. Die spezifisch christlichen Ausdeutungen konnten die heidnischen Wurzeln nie ganz überdecken. So ist es zu erklären, dass ehemals heidnische Bräuche in den Zeremonien der katholischen u. evangelischen Kirche konserviert und in einem veränderten rituellen Rahmen aufgehoben wurden. Eine Sinnverschiebung ist auch bei gesetzlichen Feiertagen, wie dem 1. Mai, feststellbar, der heute v. a. mit politischen Artikulationen in Verbindung gebracht wird. Der abstrakte Kern aber der eigentlichen Jahreszeitenfeste hat überlebt. Bäume spielen bei der symbolischen Artikulation und rituellen Handhabung dieses Abstraktums eine wichtige Rolle.

1. Mai Palmsonntag
Pfingsten Weihnachten
Der Maibaum zwischen Himmel und Menschen
Von Palmen und Siegesfeiern
Die Bedeutung von Bäumen im Pfingstbrauch-
tum
Weihnachten und der Baum des Lebens

Der Lebensbaum
Der keltische Baumkreis
Einundzwanzig
Wunschbaum
Baum-Gedichte